E-Zigarette Wissenswertes

Was ist eine E-Zigarette?

Die E-Zigarette, auch elektrische oder elektronische Zigarette genannt, ist ein Gerät zur Erhitzung und Verdampfung von spezieller Dampfflüssigkeit. Durch elektrisch beheizte Komponenten im Gerät wird eine Flüssigkeit, genannt Liquid, zur Verdampfung gebracht und anschließend inhaliert. Der so erzeugte Dampf ähnelt dem Rauch einer klassischen Zigarette und kann auf Wunsch sogar Nikotin enthalten. Dabei beinhaltet der Dampf einer E-Zigarette im Vergleich zum Rauch der klassischen Tabakzigarette weit weniger gesundheitsgefährdende Stoffe, wie z. B. Kohlenmonoxid oder Benzol, die im Verdacht stehen Krebserregend zu sein. Diese Stoffe entstehen erst bei den mit Verbrennung assoziierten Temperaturen ab 500 Grad Celsius und betreffen somit nicht den Dampf von E-Zigaretten, welcher bei wesentlich geringeren Temperaturen erzeugt wird. Auch der Geschmack lässt sich beim elektrischen Rauchen weitaus besser variieren.

Allgemein wird das elektrische Rauchen als moderne Erfindung angesehen, generelle Konzepte zum Tabaklosen Rauchen mittels elektronischer Geräte gab es jedoch schon seit den 1960er Jahren. Diese setzten sich jedoch nicht durch bzw. gingen nie in Serienproduktion, wohl auch, weil die gesundheitsgefährdende Wirkung von Tabakzigaretten damals noch nicht so anerkannt war wie heutzutage. Den wirklichen Durchbruch erfuhren elektrische Zigaretten erst mit Beginn des neuen Jahrtausends, nachdem chinesische Entwickler das Konzept einer tragbaren, einfach zu nutzenden und wiederverwertbaren E-Zigarette zur Marktreife brachten.

Hauptgrund für die Entwicklung dieser Geräte war, eine echte Alternative zum klassischen Rauchen zu haben.

Weltweit wünschen sich viele Menschen, endlich mit dem Rauchen aufhören zu können – oft leider ohne Erfolg. Genau hier setzt das Konzept der E-Zigarette an! Viele Geräte sind so konzipiert, dass sie dem Rauchen einer echten Tabakzigarette sehr nah kommen, da hier Zugverhalten, Dampf und andere Faktoren dafür sorgen, dass ein Gefühl ähnlich dem klassischen Rauchen entsteht. Damit bekommt der Raucher ein Instrument an die Hand, mit dem ihm die Entwöhnung wesentlich einfacher gemacht werden kann. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, nikotinhaltige Dampfflüssigkeiten (Liquids) zu nutzen. So kann auch die oftmals vorhandene Nikotinsucht befriedigt und im Laufe der Zeit reduziert werden, z. B. durch schrittweise Verringerung der Nikotinkonzentration.

Warum also entscheiden sich weltweit immer mehr Menschen, mithilfe von E-Zigaretten mit dem Rauchen aufzuhören?

Gesundheitsaspekte

Der größte Unterschied zwischen klassischer Zigarette und dem elektrischen Rauchen ist die, nach aktuellen Studien bis zu 95 % geringere Schadstoffbelastung durch die E-Zigarette (https://www.gov.uk/government/publications/e-cigarettes-an-evidence-update).

Während beim Rauchen einer Tabakzigarette auch tatsächlich Rauch bzw. Qualm durch eine Verbrennung entsteht, da die Temperaturen sich hier zwischen 500 – 900 Grad Celsius bewegen, wird bei elektrischen Zigaretten Dampf erzeugt. Die Erwärmung des Liquids liegt weit unter dem für das Rauchen angesprochenen Temperaturbereich, sodass hier von einer Verdampfung, und nicht von einer Verbrennung die Rede ist. Die Dampfflüssigkeit, auch Liquid genannt, wird hier also nicht verbrannt, sondern bis zu dem Punkt erwärmt, an dem sie ihren Aggregatzustand zum Gasförmigen hin ändert. Das Resultat ist, dass hier nicht die bei Verbrennungen üblichen giftigen Stoffe (z. B. Kohlenmonoxid) entstehen.

Weiterhin ist zu erwähnen, dass nach heutigen Erkenntnissen auch der Schaden durch Passivrauchen mit einer E-Zigarette entfällt, bzw. bis auf ein Minimum reduziert ist. Der folgende Artikel gibt dazu nähere Informationen: http://www.cancerresearchuk.org/about-us/cancer-news/press-release/2017-02-06-e-cigarettes-safer-than-smoking-says-long-term-study

Viele ehemalige Raucher berichten zudem von weiteren positiven Effekten, z. B. einer Verbesserung der allgemeinen Kondition und einer Verbesserung des Geschmacks- und Geruchssinns. Auch hier lässt sich der positive Effekt durch aktuelle wissenschaftliche Studien belegen: https://www.nature.com/articles/s41598-017-14043-2

Kostenaspekte

Auch in Bezug auf die Kosten hat das elektrische Rauchen ganz klar die Nase vorn. Ständige Preiserhöhungen bei allen Tabakprodukten, auch und vor allem aufgrund von Steuererhöhungen mittels Gesundheits- und Präventionskampagnen der Staaten sorgten in den letzten Jahrzehnten für massiv erhöhte Kosten für Raucher. Bereits für einen mittelstarken Raucher kommen so bei heutigen Tabakpreisen und regelmäßigem Konsum mehrere Tausend Euro im Jahr zusammen!

Bei E-Zigaretten ist das anders. Hier schlägt der Anschaffungspreis für das Gerät selbst noch am meisten auf den Geldbeutel, wobei auch diese im Verhältnis besonders gering ausfallen. Je nach Leistungsklasse gibt es Startersets bereits ab ca. 20 – 30 Euro. Wiederkehrende Kosten, z. B. für den Kauf von Liquids (Dampfflüssigkeit), halten sich ebenfalls gering.

Zur Verdeutlichung eine einfache Beispielrechnung für die monatlichen Kosten von E-Zigaretten und klassischem Rauchen:

Die Preise für Liquids starten bei ca. drei Euro. Bei mittelstarkem Konsum entspricht eine Flasche Liquid etwa drei Schachteln Zigaretten. Wenn wir davon ausgehen, dass Raucher eine halbe Schachtel pro Tag konsumieren, ein Monat 30 Tage hat und eine Schachtel Zigaretten sechs Euro kostet, ergibt sich folgendes Bild:

Tabakzigaretten
6 Euro x 15 (jeweils eine Schachtel in zwei Tagen)
= 90 Euro monatliche Kosten

E-Zigarette mit Liquid
3 Euro x 5 (Ein Liquid hält sechs Tage, entspricht also drei Schachteln Zigaretten)
=15 Euro monatliche Kosten

Natürlich hängen die genauen Kosten immer mit dem Konsumverhalten des jeweiligen Benutzers und des verwendeten Liquids zusammen. Sie variieren dementsprechend. Die Rechnung dient einer groben Einschätzung über das Einsparpotenzial beim Benutzen von E-Zigaretten mit Liquids

Praktische Aspekte

Das Ziel durch Preissteigerungen mehr Raucher dazu zu motivieren, dem Rauchen abzuschwören, hat leider nur bedingt funktioniert. Die jahrelange Gewohnheit ist oftmals stärker als dass Kostenfaktoren allein hier Abhilfe schaffen können. Viele Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören, es fehlte bis vor Kurzen lediglich das richtige Mittel dazu, das auch zu schaffen!

Nikotinpflaster und Co setzen immer nur bei einem Aspekt der Sucht an, dem Nikotin. Das "Gefühl" des Rauchens, des Inhalierens, des Geschmacks, welche oftmals ebenso wichtig sind, werden vernachlässigt. Studien zur Rückfallquote bei Verwendung von Nikotinpflastern belegen dies leider nur allzu gut: http://tobaccocontrol.bmj.com/content/early/2012/01/03/tobaccocontrol-2011-050129

All diese Aspekte kann die E-Zigarette wie kein zweites Mittel bedienen. Durch einen einfachen Knopfdruck entsteht ein vollwertiges "Raucherlebnis", so wie der Raucher es bisher auch gewohnt war.

Weitere praktikable Aspekte sind z. B. die Geruchsbelästigung fällt im Vergleich zur Tabakzigarette wesentlich geringer aus. Gelbe Finger, Wände und Gardinen sind mit der Nutzung einer E-Zigarette ebenfalls nicht mehr möglich.

Unterschiedliche Arten von E-Zigaretten

Wie bei fast allen (elektrischen) Geräten, so gibt es auch bei E-Zigaretten unterschiedliche Bauweisen, Formen und Typen. Allen gemein ist aber, dass gewisse grundlegende Teile gleich funktionieren. So besteht jede E-Zigarette immer aus den Komponenten Akku mit passendem Akkuträger, Verdampfereinheit und Dampfflüssigkeit. Wie diese wiederum zusammengefügt werden, z. B. einzeln oder in einem Stück, ist von der Bauform abhängig. Um einen groben Überblick über diese Bauformen zu erhalten, stellen wir hier die zwei beliebtesten vor:

All-in-one-Geräte

Wie es der Name vermuten lässt, beinhalten diese Geräte bereits alle nötigen Komponenten die zum Betreiben einer E-Zigarette benötigt werden. Es handelt sich um vollwertige elektrische Zigaretten, bei denen der Akku, der Tank für die Dampfflüssigkeit und der Verdampfer in einem Gerät fest vereint sind.

Diese praktische Bauweise erfreut sich großer Beliebtheit, da hier außer der Dampfflüssigkeit nichts weiter hinzugekauft werden muss. Die Abmessungen sind oftmals eher klein gehalten und passen so gut in jede Jackentasche. Weiterhin sind All-in-One-Geräte besonders für Anfänger und Umsteiger von der Tabakzigarette gut geeignet! Sie benötigen meist keine aufwendigen Einstellungen des Benutzers und sind somit besonders einfach zu bedienen. Genau deswegen sind Startersets auch oftmals mit diesem Typ elektrischer Zigarette ausgestattet!

Geräte aus Einzelkomponenten

Bei diesem Typus müssen die einzelnen Komponenten selbst ausgesucht, gekauft und kombiniert werden. Es wird also folgendes benötigt:

  • Ein Akku mit passendem Akkuträger, also dem Gerät, welches den eigentlichen Akku beinhaltet.
  • Ein Behälter, den sogenannten Tank, der die Dampfflüssigkeit, also das Liquid, beinhalten wird.
  • Eine Verdampfereinheit mit passendem Verdampferkopf, also derjenigen Komponente, die das Liquid zum Verdampfen bringt.

Vorteil dieser Art E-Zigarette ist ganz klar die Variabilität. Nach Lust und Laune lassen sich die jeweils favorisierten Komponenten kombinieren, um so ein ganz individuelles Dampferlebnis zu erzeugen. Viele Einstellmöglichkeiten und besondere Einzelteile können immense Dampfmengen und starke Züge produzieren.

Das Zusammenstellen der Komponenten erfordert jedoch schon fortgeschrittene Kenntnisse des Benutzers und ist somit nicht für Anfänger geeignet! Nicht alle Komponenten lassen sich untereinander kombinieren, teilweise kann dort sogar ein Sicherheitsrisiko entstehen, z. B. wenn ein sehr starker Akku mit einem unpassenden Verdampfer kombiniert wird. Abhilfe schaffen da spezielle Startersets, die bereits mit passenden Komponenten ausgestattet sind. Hier können sich auch Anfänger oder diejenigen, die sich nicht für technische Details interessieren sicher sein, dass alle Teile gut zueinander passen und miteinander sicher Funktionieren!

Natürlich lassen sich E-Zigaretten auch nach anderen Kategorien unterscheiden! Es gibt z. B. große und kleine, breite und schmale, bunte und einfarbige, komplexe und weniger komplexe im Design usw. Die meisten dieser Unterscheidungskriterien unterliegen einfach dem persönlichen Geschmack. Das bedeutet: Du allein entscheidest, was für Dich am sinnvollsten ist oder was Dir am besten gefällt!

Sicherheitsaspekte

Wie bei allen anderen elektrischen Geräten, gilt auch bei E-Zigaretten, dass in besonderem Maße auf die Sicherheit geachtet werden muss. Bei allen elektrischen Zigaretten ist deshalb zu jeder Zeit auf die richtige Handhabe durch den Benutzer zu achten. Um eine größtmögliche Sicherheit zu garantieren, bauen alle Hersteller von E-Zigaretten außerordentlich wirksame Sicherheitsfeatures in ihre Produkte ein und Testen diese regelmäßig.

Alle Komponenten der E-Zigarette werden immer weiter auf eine sichere Benutzung hin optimiert. So haben z. B. Akkus eine ganze Reihe an Mechanismen, die Überspannungen oder Ausgasungen verhindern. Auch die Steuerelektroniken der Bediengeräte sind so gebaut, dass alle möglichen Sicherheitsrisiken minimiert werden bzw. gar nicht auftreten können. Die Standards bei der Herstellung sind mittlerweile auf höchsten Niveau angelangt, da die E-Zigarette schon viele Jahre am Markt erhältlich ist. Kein Hersteller gibt sich die Blöße, bei der Sicherheit einzusparen! Neben firmeninternen Tests lassen sich die Hersteller zudem alle Geräte auch von unabhängigen Instituten, wie z. B. dem TÜV bescheinigen. Auf jedem Gerät muss außerdem das CE-Zeichen angebracht sein, mit dem der Hersteller garantiert, dass die in Europa geltenden Normen und Vorschriften, auch in Bezug auf die Sicherheit, eingehalten wurden.

Komponenten und Funktionsweise einer E-Zigarette

Jede E-Zigarette setzt sich, wie im Abschnitt "Arten von E-Zigaretten" bereits kurz angesprochen, aus einzelnen Komponenten zusammen! Hier wollen wir diese im Einzelnen etwas genauer betrachten und besprechen, wie sie funktionieren.

Akku und Akkuträger

Ganz klar, der Akku ist eines der wichtigsten Teile einer elektrischen Zigarette! Ohne Strom geht hier nichts, deswegen braucht es eine Komponente, die diesen speichert. Er kann entweder fest im Gerät verbaut sein oder lässt sich auswechseln und ersetzen. Bei ersetzbaren Akkus bezeichnet man seinen "Behälter" deswegen auch als Akkuträger.

Der hier gespeicherte Strom wird dazu verwendet die Heizwendel im Verdampfer zu erhitzen, um damit schließlich die Dampfflüssigkeit zu verdampfen! Auch hier gibt es natürlich eine ganze Reihe an Akkutypen. Unterschiede gibt es z. B. bei den Abmessungen bzw. der Größe, der Akkukapazität oder der ausgegebenen Leistung. Je nach E-Zigarette wird also ein anderer Akku benötigt.

Die Größe des Akkus hängt mit seinen Leistungswerten zusammen und wird natürlich durch die Größe der E-Zigarette an sich limitiert. So kann z. B. ein kleiner Akku weniger Strom speichern als ein großer. Auch bei den Leistungen, also z.B. wie viel Strom ein Akku beim Benutzen auf einmal abgeben kann, gibt es Unterschiede.

Ganz besonders leistungsstarke Modelle werden bei einigen High-End-Geräten verwendet, um extrem viel Dampf zu produzieren. Diese müssen viel Liquid in kurzer Zeit verdampfen und sind deshalb auf diese Akkuvarianten angewiesen. Auch hier gilt es, den Sicherheiheitsaspekt zu beachten! Hohe Ströme können bei Unwissenheit auch zu Sicherheitsrisiken führen, z. B. zu Ausgasungen der Akkus bei fehlerhafter Benutzung.

Wir raten Einsteigern deshalb zunächst davon ab solche Extremvarianten zu verwenden, auch weil das Dampfen mit ihnen aufgrund der enormen Dampfentwicklung etc. keine dem klassischen Rauchen ähnliche Erfahrung bietet!

Verdampfereinheit

Im Verdampfer passiert der eigentliche Clou beim Rauchen einer elektrischen Zigarette. Er sorgt dafür, dass die Dampfflüssigkeit (also das Liquid) so weit erhitzt wird, dass es verdampft. Deswegen spricht man beim Benutzen von E-Zigaretten auch von "Dampfen" und nicht von Rauchen!

Der Verdampfer, wie er umgangssprachlich genannt wird, ist eigentlich ein System aus verschiedenen Komponenten. Ein besserer Begriff das gesamte System zu beschreiben ist daher "Verdampfereinheit". Es setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

  • Der Tank. Das ist der Behälter, der das Liquid aufnimmt. Er sorgt dafür, dass immer Flüssigkeit zur Heizwendel gelangt, die dann verdampft werden kann.
  • Der Verdampferkopf. In ihm befindet sich eine Heizwendel, die vom Akku Strom bekommt und sich aufheizt. Mit Watte umhüllt, saugt er das Liquid auf und verdampft so die Flüssigkeit.
  • Tank und Verdampferkopf sind über eine Plattform verbunden, die alles zusammenhält. Diese Plattform nennt sich Base, auf ihr ist z. B. der Verdampferkopf angebracht und hält diesen in den Tank mit dem Liquid. Alle Teile zusammen bilden schlussendlich die Verdampfereinheit!

Auch Verdampfersysteme gibt es selbstverständlich in etlichen Variationen! Große und kleine, für viel Dampf oder weniger, teilweise sogar mit Geschmacksunterschieden durch Verwendung von unterschiedlichen Materialien.

Eine grundsätzliche Unterscheidung lässt sich nach der Art des Verdampfers vornehmen:

Einweg-Verdampfer

  • Für den einmaligen Gebrauch
  • Kostengünstig
  • Konsistent, immer das gleiche Verhalten in Bezug auf Stärke, Dampfmenge und Geschmack


Verdampfer mit wechselbaren Köpfen

  • Wiederverwertbar
  • Verschiedene Verdampferköpfe können verwedet werden, dadurch:
    • Veränderbarkeit des Geschmacks
    • Veränderbarkeit der Dampfmengen
    • Veränderbarkeit der Stärke


Selbstwickelverdampfer

  • Verdampferköpfe lassen sich selber anfertigen
  • Dadurch maximale Individualität beim Dampfen
    • Individueller Geschmack
    • Individuelle Stärke
    • Individuelle Dampfmengen
  • Kostengünstig
  • Mit viel Arbeitsaufwand verbunden
  • Viel Erfahrung notwendig, nicht für Anfänger geeignet!

Verdampferköpfe & Leistung

Durch die Verwendung von wechselbaren Verdampferköpfen ergibt sich dem Dampfer eine größere Möglichkeit, den Geschmack und andere Parameter seines Dampferlebnisses zu individualisieren. Dabei sind vor allem die verwendeten Materialien in den Verdampferköpfen von Bedeutung! Heizdrähte aus verschiedenen Metallen, wie z. B. Nickel oder Chrom, sorgen für einen geschmacklichen Unterschied und ermöglichen verschiedene Leistungen. Verschieden große Drahtdurchmesser beeinflussen das Dampfverhalten noch dazu! Es ist die Mischung, die es macht, und jeder wird im Laufe der Zeit sein optimales Verdampfersetup finden. Die Möglichkeiten zu variieren sind jedenfalls riesengroß!

Die Dampfflüssigkeit, das Liquid

Das Liquid ist die Komponente, die das eigentliche Dampferlebnis erzeugt! Sie sorgt für den Geschmack und den erzeugten Dampf. Anders als bei klassischen Tabakzigaretten ist das elektrische Rauchen nicht auf wenige Geschmacksrichtungen limitiert. Dank des Liquids sind schier unendliche Möglichkeiten in Bezug auf Geschmack und Intensität realisierbar!

Liquid – Das ist eine spezielle Flüssigkeit zur Verdampfung in E-Zigaretten. Sie besteht aus den Bestandteilen Propylenglykol (kurz PG), Glyzerin (kurz VG) und ggf. demineralisiertem Wasser. Für den Geschmack kommen noch Lebensmittelaromen hinzu und, je nach Wunsch, Nikotin. Hier gilt: Alle enthaltenen Zutaten sind weit verbreitete Lebensmittelzusatzstoffe, die bereits Jahrzehnte in diversen Branchen verwendet werden. Was die einzelnen Bestandteile im Liquid genau machen, wollen wir hier weiter besprechen:

PG – Propylenglykol

Das Propylenglykol (oder auch Lebensmittelstoff E1520) ist der Stoff, der das Aroma "trägt" und in diversen Bereichen seine Anwendung findet, darunter z. B. in der Medizinbranche zur Herstellung von Medikamenten. Ein Liquid wird im Geschmack umso intensiver, je mehr von ihm enthalten ist. Außerdem sorgt es beim Inhalieren dafür, dass man es auch deutlich merkt, da es ein leicht reizendes Gefühl erzeugt. Dampfer sprechen hier vom "Flash" oder vom "Kick". Würden Liquids komplett ohne PG auskommen, gäbe es fast keinen Geschmack und absolut kein Gefühl dafür, dass gerade überhaupt etwas eingeatmet wurde.

VG – (pflanzliches) Glycerin

Das pflanzliche Glycerin, aus dem englischen "vegetable glycerin", (oder auch VG bzw. Lebensmittelzusatz E422) trägt weniger zum Geschmack bei als Propylenglykol. Zwar hat es eine leicht geschmacksprägende Funktion und ist selbst ganz leicht süßlich, hauptsächlich sorgt es jedoch dafür, den Dampf voluminöser und deutlich sichtbarer zu machen. Auf sehr sanfte Aromenanteile im Liquid kann es jedoch auch den gegenteiligen Effekt haben und diese abschwächen. Es ist im Vergleich zu den anderen Inhaltsstoffen zudem dickflüssiger und regelt so auch die Nachflussgeschwindigkeit des Liquids im Verdampfer. Ist zu viel VG im Liquid enthalten, kann es zu Schwierigkeiten beim Dampfen kommen. Das Liquid kommt dann, wegen der zu großen Dickflüssigkeit, nicht mehr richtig im Verdampfer an. Es kommt also auf die richtige Mischung an!

Wasser

Demineralisiertes Wasser ist in manchen Liquids enthalten, um sie flüssiger zu machen. Es hat keine Geschmackstragende oder sonstige Funktion. Oft wird Wasser bei Liquids mit hohem VG Anteil beigemischt, um diese im Nachflussverhalten zu verbessern.

Aromastoffe

Diverse Aromastoffe sorgen im Liquid dafür, dass es nach etwas schmeckt. Egal ob einzelner Geschmack oder Mixtur - Es gibt heutzutage eine riesige Auswahl an künstlichen und natürlichen Aromen, die sehr nah an das Original herankommen.

Nikotin

Nikotin ist eine optionale Komponente in Liquids. Es hat keine Auswirkung auf den eigentlichen Geschmack oder den Dampf, sorgt jedoch, ähnlich wie das Propylenglykol, für einen gewissen Reiz beim Inhalieren. Dieser "Flash" oder "Kick" ist hier sogar noch stärker ausgeprägt als beim PG.

Die Besonderheit bei Liquids, neben der riesigen Geschmacksfülle, ist die große Individualität beim Kauf. Es gibt sowohl fertig produzierte Liquids von diversen Herstellern, als auch die Möglichkeit, sich diese selber zu Mischen. Zum Mischen von Liquids ist allerdings ein wenig Erfahrung notwendig, deshalb möchten wir diese Möglichkeit hier auch nur ansprechen. Detailliertere Informationen rund um das Thema Selbermischen von Liquids findest du in..... LINK

Exemplarischer Dampfvorgang zum Verständnis

Um die Funktionsweise, das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und die möglichen Unterschiede zwischen einzelnen Modellen einer E-Zigarette im Detail nochmals besser zu verdeutlichen, beschreiben wir hier einen kompletten Dampfvorgang von Anfang bis Ende.

  1. Vor Gebrauch einer E-Zigarette sicherstellen, dass alle Teile korrekt angebracht sind und der Akku mit Strom aufgeladen ist.
  2. Liquid in den Tank des Verdampfers bzw. der E-Zigarette füllen. Jetzt kurz warten bis sich die Watte des Verdampferkopfs (welcher häufig auch als Coil bezeichnet wird), mit Liquid vollgesogen hat. Das dauert, je nach Modell, etwa 5 - 10 Minuten.
  3. Die E-Zigarette zum Mund führen und den Knopf zum Auslösen des Dampfvorgangs drücken. Dieser Knopf wird auch als "Fire Button" bezeichnet.
  4. Durch Betätigung des Knopfs wird im Gerät ein Mechanismus in Gang gesetzt, bei dem Strom aus dem Akku Richtung Verdampfer, bis hin zum Verdampferkopf geleitet wird.
  5. Hier im Verdampferkopf befindet sich die Heizwendel. Der Strom des Akkus gelangt schließlich zu ihr und heizt sie auf.
  6. Da der Verdampferkopf in den Tank mit dem Liquid eingelassen ist, konnte sich die Watte des Verdampferkopfs inzwischen mit ihr vollsaugen.
  7. Die mit Liquid vollgesogene Watte um die Heizwendel herum wird immer weiter erhitzt, bis das Liquid in ihr schließlich anfängt zu verdampfen.
  8. Gleichzeitig zieht der Benutzer mit dem Mund den erzeugten Dampf am oberen Ende des Verdampfers zu sich hin, also in Mund und Lunge. Das Endstück oder Mundstück, welches die Lippen des Benutzers dabei berührt, nennt man auch Drip Tip.
  9. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten den Dampf zu inhalieren. Welche Variante angewandt wird, liegt sowohl an persönlichen Präferenzen als auch an den Möglichkeiten und baulichen Gegebenheiten der verwendeten E-Zigarette:
    1. Der Benutzer entscheidet sich dafür, den Dampf erst in die Mundhöhle zu ziehen und danach in die Lunge zu inhalieren. Diese Methode wird unter Dampfern als "Backendampfen" bezeichnet bzw. als "mouth-to-lung-Prinzip", zu deutsch Mund-zu-Lunge oder kurz MTL. Klassischen Rauchern ist diese Art zu inhalieren bereits bekannt. E-Zigaretten bieten beim Ziehen des Dampfs immer einen gewissen Widerstand. Ist dieser zu gering, spürt der Benutzer das und das Luft-Dampf-Gemisch gelangt sehr schnell in die Mundhöhle. Das Gefühl, hier wirklich an etwas zu ziehen, stellt sich kaum bis gar nicht ein. Deshalb sollten Umsteiger oder Favoriten der MTL Methode auch darauf achten, dass ihre E-Zigarette auf diese Möglichkeit hin optimiert ist, also einen Widerstand bietet, der dem Rauchen einer klassischen Tabakzigarette ähnelt.
    2. Der Benutzer entscheidet sich, den Dampf direkt in die Lunge zu ziehen. Diese als "direct-to-lung", zu deutsch direkt auf Lunge (oder kurz DL) bezeichnete Methode beschreibt den direkten Inhalationsvorgang vom Verdampfer in die Lunge. Sie sorgt für ein intensiveres Dampferlebnis in Bezug auf Geschmack, Dampfmenge und Stärke des Zuges. Auch hier gibt es speziell optimierte E-Zigaretten, die durch besonders geringe Zugwiderstände dafür sorgen, dass dies optimal funktioniert.
    3. Nach der Inhalation des Dampfs wird dieser auch wieder ausgeatmet. Bei Bedarf kann natürlich wiederholt werden.

Startersets

Der Volksmund sagt: "Aller Anfang ist schwer". Dass dies heutzutage nicht immer zutreffen muss, beweisen Startersets für E-Zigaretten ganz besonders. Um gerade Anfängern und Umsteigern von der klassischen Tabakzigarette den Start in das Dampferleben so einfach wie möglich zu gestalten, bieten viele Hersteller Startersets an. Mit ihnen bekommen Anfänger ein sinnvolles, vorgefertigtes, rundum-sorglos-Paket an die Hand, welches ihnen ohne Vorkenntnisse erlaubt, direkt mit dem elektrischen Rauchen zu beginnen.

Der Einstieg in eine neue unbekannte Materie kann zuweilen schwierig sein. Egal ob, technische Daten oder komplizierte Informationen, vieles ist am Anfang neu und schwer verständlich. Einsteigern in die Welt des elektrischen Rauchens geht es da nicht anders – Es gibt jedoch eine komfortable Lösung für dieses Problem.

Ganz ohne Vorkenntnisse ist es mit Startersets möglich, einen leichten sowie erfolgreichen Einstieg zum Dampfen zu finden. Die Auswahl der einzelnen Komponenten einer E-Zigarette entfällt völlig, da diese Sets bereits alles enthalten was zum Start notwendig ist. Vorwissen über z. B. technische Details oder physikalische Größen ist heutzutage nicht mehr notwendig.

Dabei ist Starterset trotzdem nicht gleich Starterset. Auf einfache Weise können sie sich unterscheiden, um jedem Dampfer-Typ gerecht zu werden. Für Umsteiger von der Tabakzigarette sind z. B. besonders auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Sets verfügbar. Diese können unter Anderem, besonders gut das Rauchen einer Zigarette "simulieren".

Allen Startersets gemein ist jedoch, dass sie einfach zu bedienen sind und eine dem Anfänger angemessene Leistung bieten!

Sonderfall: Komplettsets

Komplettsets sind im Allgemeinen das Gleiche wie Startersets. Ihren Fokus legen diese aber nicht auf die Bedürfnisse von Anfängern bzw. Umsteigern, sondern auf fortgeschrittene Benutzer. So kann es hier durchaus vorkommen, dass extrem leistungsstarke Verdampfer mit High-End-Akkus kombiniert werden, um noch mehr Dampf zu erzeugen. Solche Sets richten sich aufgrund der komplexen Bedienung und vielen Eistellungen an Enthusiasten. Wer einen einfachen Start in die Welt des Dampfens sucht oder mit dem Rauchen aufhören möchte, ist mit den Startersets besser ausgerüstet!

Abschluss

Dieser Artikel umfasst alle Aspekte des elektrischen Rauchens, die für Beginner am Anfang von Interssant sein können. Die Flut an Information kann teilweise überwältigend wirken, am Ende muss sich aber niemand Sorgen machen.

Wenn du mit dem Rauchen aufhören und dazu auf die E-Zigarette umsteigen möchtest, sei an dieser Stelle nochmals auf unsere Kategorie Startersets im Einsteiger Bereich verwiesen. Hier befinden sich ausschließlich ausgewählte Sets, die speziell auf die Bedürfnisse von Anfängern und Umsteigern zugeschnitten sind. Sie sind perfekt dazu geeignet, Hilfe beim Rauchstopp zu leisten und den Start ins Dampferleben so einfach wie möglich zu gestalten. Hier musst du dir lediglich ein Set aussuchen, welches dir optisch am besten gefällt und noch ein Liquid was deinen Geschmackpräferenzen entspricht auswählen und kannst dann direkt los legen.

Natürlich steht Dir bei allen Fragen rund um die E-Zigarette auch unser Support jederzeit zur Verfügung – Probiere unseren praktischen Hilfechat, der rund um die Uhr für Dich zur Verfügung steht und dir kompetent weiterhilft!

Weiterhin viel Erfolg und Freunde dabei wünscht Dir Dein Vapango-Team!